Glossar

Begriff/Abkürzung

Bedeutung

Aggregationsinfrastruktur (AI)

Aggregationsinfrastruktur der Kantone: Plattform für die Aggregation und Bereitstellung von Geodaten und -diensten.

Aggregation

Zusammenführung von Geodaten identischer Struktur aus 2 bis n Quellen

Anwendungsschema

Definiert das logische Datenmodell bzw. die logische Struktur für ein Transferformat oder eine Datenbankanwendung.

Applikation geobasisdaten.ch

auch geobasisdaten.ch genannt; Applikation, die die Definitionen von amtlichen Geobasisdaten der Gemeinwesen aller Gemeinwesensstufen miteinander vernetzt.

BPUK

Bau-, Planungs- und Umweltdirektoren-Konferenz

Datenmodell

Abstrakte, formale Semantikbeschreibung und Strukturdefinition von (Geo)Daten. Siehe modellbasierter Ansatz.

Datensatz

Eine Menge von Objekten mit ihren Informationen; in einer spezifizierten Form vorliegend; bspw. Datenbank-Records, XML-Objekt­in­stan­zen usf. Siehe auch Kodierungsregeln.

FIG

Fachinformationsgemeinschaften

eCH

Verein zur Förderung, Entwicklung und Verabschiedung von E-Government-Standards in der Schweiz.

eCH-0031

eCH-Standard «Geoinformation: INTERLIS 2 - Referenzhandbuch».

eCH-0056

eCH-Standard «Anwendungsprofil Geodienste»

eCH-0118

eCH-Standard «GML-Kodierungsregeln für INTERLIS»

GDI

Geodaten-Infrastruktur. Komplexes, technisch-organisatorisches Netzwerk zur gemeinsamen Nutzung von Geodaten.

Geobasisdaten

Geodaten, die auf einem rechtsetzenden Erlass des Bundes, eines Kantons oder einer Gemeinde beruhen.

Geodaten

Raumbezogene Daten, die mit einem bestimmten Zeitbezug die Ausdehnung und Eigenschaften bestimmter Räume und Objekte beschreiben, insbesondere deren Lage, Beschaffenheit, Nutzung und Rechtsverhältnisse.

geodienste.ch

Interkantonales Portal für den Bezug von Geodaten und –diensten in Zuständigkeit der Kantone.

GeoIG

Bundesgesetz über Geoinformation (Geoinformationsgesetz, GeoIG), SR 510.62

GeoIV

Verordnung über Geoinformation (Geoinformationsverordnung, GeoIV), SR 510.620

Geoinformationen

Raumbezogene Informationen, die durch die Verknüpfung von Geodaten gewonnen werden.

Georeferenzdaten

Geobasisdaten, die für weitere Geodaten als geometrische Grundlage dienen.

GKG

Koordinationsorgan für Geoinformation des Bundes (frühere Bezeichnung «GIS-Koordinationsgruppe», deshalb die GKG).

GML

Geography Markup Language. XML-Anwendung für Geodaten. GML ist durch eine Reihe von Anwendungsschemata definiert.

IKGEO

Interkantonale Koordination in der Geoinformation, seit 2016 mit KKGEO zusammengeschlossen.

INSPIRE

Infrastructure for Spatial Information in the European Community. Richtlinie 2007/2/EG vom 14. März 2007 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 14. März 2007 zur Schaffung einer Geodateninfrastruktur in der Europäischen Gemeinschaft (INSPIRE).

INTERLIS

Geodaten-Beschreibungssprache: INTERLIS 1 ist objektrelational; INTERLIS 2 objektorientiert.

KGDI

Kantonale Geodateninfrastruktur

KKGEO

Konferenz der Kantonalen Geoinformationsstellen

Kodierungsregeln

Vorschriften über die Umsetzung eines konzeptionellen Datenmodells oder eines Anwendungsschemata in konkrete Objektinstanzen (systemunabhängiges Transferformat).

KOGIS

Koordination, Geoinformation und Services: ein Unternehmensbereich der swisstopo sowie die Geschäftsstelle der GKG.

MDX

Modellkonformer Austausch von Geodaten. Projekt in Zusammenarbeit des Bundes (GKG/KOGIS) und der Kantone (IKGEO).

MGDM

Minimales Geodatenmodell. Konzeptionelles Datenmodell für Geobasisdaten; wird durch die verantwortlichen Stellen gemäss GeoIV definiert und publiziert.

modellbasierter Ansatz

Konzept der Definition von Datenmodellen und deren Implementierung mit der wesentlichen Eigenschaft, dass aus konzeptionellen Datenmodellen dank eindeutiger Kodierungsregeln logische Anwendungsschemata automatisch und wiederholbar erzeugt werden können.

NGDI

Nationale GDI in der Schweiz.

O/R-Mapping

Objektorientiert-zu-relational-Abbildung; auch: objektrelationale Abbildung. Überführung einer objektorientierten Datenstruktur (z.B. INTERLIS-Datenmodell) in eine relationale Struktur (z.B. Datenbankschema).

OGC

Open Geospatial Consortium. Standardisierungsgremium für Geoinformation.

OpenSearch

XML-basierte Suchschnittstelle.

ÖREB-Kataster

Kataster der öffentlich-rechtlichen Eigentumsbeschränkungen (ÖREBKV)

OWS

OGC Web Services. Sammelbegriff für Webdienste gemäss OGC-Standards (beispielsweise WMS, WFS).

Standardisierte Benutzerderivate

Kundenorientiertes, einfach nutzbares Angebot an Geobasisdaten in einem standardisierten Format (z.B. WFS, Geopackage), abgeleitet aus dem MGDM

swisstopo

Bundesamt für Landestopografie.

UML

Unified Modeling Language. Grafische formale Sprache zur (konzeptionellen und) systemneutralen Definition von Daten-, Applikations-, Prozess- oder Softwaremodellen.

Umsetzungsplanung

Dokument bezgl. der Prozesse der Umsetzung der Geobasisdaten in Zuständigkeit der Kantone mittels Umsetzungsprogrammen

Umsetzungsprogramm

Priorisierte Geobasisdaten, welche durch die Kantone innerhalb einer festgelegten Zeitdauer in der Struktur der MGDM bereitgestellt werden

WCS

Web Coverage Service. Webbasierter Dienst für Raster- oder Vektor-«Coverages» gemäss OGC.

WFS

Web Feature Service. Webbasierter Vektordatendienst gemäss OGC.

WMS

Web Map Service. Webbasierter Kartendienst gemäss OGC.

XML

Extensible Markup Language. Erweiterbare Auszeichnungssprache für beliebige Inhalte.

XTF

INTERLIS 2-XML-Transferformat. Systemunabhängiges, XML-basiertes Transferformat für Geodaten gemäss eCH0031.